Therapie

Ressourcenorientierte Traumatherapie

 

Es ist nie zu spät für eine

glückliche Kindheit.

Milton Erickson

 

  • Schwerpunkt

In der ressourcenorientierten Traumatherapie liegt der Schwerpunkt auf der inneren und äußeren Stabilisierung. Hierbei geht es um die Stärken, Ressourcen und die Resilienz eines Menschen. Dies ist deshalb wichtig, um im Laufe der Therapie in der Lage sein zu können, ein Gegengewicht

zu dem „Schlimmen“ zu haben und in belastendenden Situationen dies gut halten zu können. Hier stehen ihre Stärken und Kompetenzen im Vordergrund, nicht ihre Schwächen.

 

Der Fokus liegt auf dem Positiven.

 

  • Ressourcen

Ohne Ressourcen haben wir keine Stoßdämpfer. Ressourcen (= Quellen) sind Mittel, die uns dazu befähigen handlungsfähig zu bleiben bzw. wieder zu werden. Sie sind also unsere Kraftquellen, die wir anzapfen können, wenn unsere Handlungsfähigkeit gefährdet ist.

 

In der ressourcenorientierten Traumatherapie wird positives Erleben und positive Wahrnehmung soweit wie möglich ins Bewusstsein gebracht und kann somit als Ressource genutzt werden.

 

  • Resilienz

Resilienz (lateinisch resilire = zurückspringen) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und, durch Rückgriff auf die persönlichen und sozial vermittelten Ressourcen, zu meistern und durch sie zu wachsen. Krisensituationen als Wachstumschance nutzen (posttraumatic growth).

 

Resilienz kann gelernt werden.

 

  • Trauma

Ein Trauma kann Folge eines oder mehrerer extrem belastender Ereignisse sein, ohne die Möglichkeit zu realem „Kampf“ oder „Flucht“.

 

Ein Trauma ist gekennzeichnet durch unbewältigbaren Stress, der unser Stressbewältigungssystem komplett überfordert. Es geht einher mit Gefühlen von Ausgeliefertsein, Entsetzen, Hilflosigkeit oder Ohnmacht.

 

In dieser extremen Situation werden Selbstanteile abgespalten, dies geschieht unbewusst und ist ein neurologisches Notfallprogramm. Das bedeutet, die Psyche versucht sich selbst zu helfen, oft genug erfolglos.

 

  • Symptome

Die Abspaltung von Selbstanteilen kann zu folgenden Symptomen führen: Depressionen, Entfremdungs- und Depersonalisierungsgefühle, Angst und Panik, Schlafstörungen, Alpträume, Scham- und Schuldgefühle, emotionale Taubheit, Gefühl wie unter einer Glasglocke zu leben oder im Nebel zu gehen, Schreckhaftigkeit, negative Glaubenssätze, Sucht und Essstörungen.

 

Auch konnte beobachtet werden, dass unerklärliche, scheinbar nicht miteinander in Beziehung stehende, körperliche Symptome auf ein traumatisches Ereignis hinweisen können.

 

  • Therapie

Das Erlebte kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Jedoch können die durch das traumatische Erlebnis abgespaltenen & Symptome hervorrufenden Selbstanteile oftmals wieder integriert werden. Diese verletzten Anteile leben nicht im Hier und Jetzt, sondern im Damals -also weiter in der traumatischen Situation, sie sind sozusagen „zeitstabil eingefroren“. Die Symptome sind ein Weg, wie sie sich zeigen und äußern. Deshalb ist es wichtig, die verletzten, abgespaltenen Selbstanteile wahrzunehmen und sie zu würdigen, dies ist eine Voraussetzung, um sie integrieren zu können. Der Fokus liegt also nicht auf dem Betrachten des traumatischen Materials. Unser Fokus sind die verletzten Selbstanteile.

 

In der ressourcenorientierten Traumatherapie geht es darum, dem „System“ Mensch zu vermitteln, dass im Hier und Jetzt alles in Ordnung ist.

 

  • Atemtraining

In der ressourcenorientierten Traumatherapie lernen Sie die Selbstregulation (Ihrer Gefühle) und welche verschiedenen Methoden zur Stabilisierung Ihnen zur Verfügung stehen.

 

Eine Möglichkeit in Ihrem sogenannten „Werkzeugkoffer“ wird die Regulation über die Atmung sein. In unserem hektischen und von Leistung geprägten Alltag ist die Atmung oft flach, hastig und unbewusst. Jedoch gerade in Situationen, die uns zu überwältigen drohen ist eine bewusste und kontrollierte Atmung eine Methode, wie Sie sich selbst regulieren können und dem „überschießenden Angstsystem“ ein Gegengewicht entgegensetzen können -die Atmung kann eine Möglichkeit sein, sich selbst zu beruhigen und zu halten.

 

Gerade die Atmung ist eine kraftvolle Ressource, die Ihnen jederzeit zur Verfügung stehen kann.

 

Die hier genannten Erkenntnisse und die nur kurz beschriebenen Methoden sind zum größten Teil im Einklang mit der evidenzbasierten Medizin und Psychotherapie. Fragen Sie mich gerne zu jedem Verfahren.

 

  • Behandlungskosten

 

Eine Sitzung Traumatherapie dauert 50 Minuten und wird mit 60,- Euro berechnet, in der Regel zahlbar in bar im Anschluss an die Sitzung, Sie erhalten darüber natürlich eine Quittung. Eine Gesamtrechnung über die von Ihnen geleisteten Zahlungen erhalten Sie auf Wunsch monatlich oder quartalsweise. Auch für Selbstzahler (Kassenpatienten) kann eine Rechnungslegung sinnvoll sein, da Sie diese Kosten ggf. steuerlich geltend machen können.

 

Das Atemtraining ist in der Traumatherapie enthalten. Sie können das Atemtraining jedoch auch einzeln buchen. Es dauert 20 Minuten und wird mit 30,- Euro berechnet. Zahlungsmodalitäten wie bei der Traumatherapie.

 

Als Heilpraktikerin rechne ich nicht über die gesetzliche Krankenversicherung ab. Eine Erstattung der Behandlungskosten durch private Krankenkassen bzw. private Kranken-Zusatzversicherungen ist anteilig möglich. Bitte klären Sie dies vor Beginn der Behandlung mit Ihrer Versicherung. Sprechen Sie mich bei Schwierigkeiten mit der Finanzierung der Therapie bitte darauf an. Wir finden meistens eine Lösung.

 

Preisermäßigung bei geringem Einkommen sind nach Absprache möglich.

 

Sollten Sie einen Termin absagen müssen, machen Sie dies bitte bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin. Andernfalls sind die Kosten für den ausgefallenen Termin von Ihnen zu tragen.

 

Gesundheitskosten (Heilpraktikerin, Arzneimittel, Anreise, etc.) können steuerlich geltend gemacht werden.

 

Die Preise gelten bis einschließlich 12/2017

 

(Foto ©DMT Mediengestaltung)