Therapie

Klassische Akupunktur & Traditionelle Chinesische Medizin

 

  • Traditionelle Chinesische Medizin

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kann viele Gesundheitsprobleme behandeln. Vor allem ist die Chinesische Medizin für ihre Schmerzlinderung bekannt, aber sie kann so viel mehr.

 

Verbesserte Fruchtbarkeit, Behandlung bei Verdauungsstörungen und Allergien sowie Stressabbau sind nur einige der Probleme, die mit der Chinesischen Medizin behandelt werden können.

 

Unter dem Link Liste der WHO finden Sie von der WHO anerkannte Indikationen.

 

Die Chinesische Medizin umfasst mit ihren 5 Säulen Akupunktur, Moxibustion und das Schröpfen, die Chinesische Arzneimitteltherapie, Chinesische Diätetik, Qi Gong und Tuina.

 

Die Chinesische Medizin ist eine Natur- und Erfahrungsmedizin, die ihr Jahrtausende altes Wissen aus der Beobachtung der Natur und ihrer Gesetze ableitete. Aus der Beobachtung des Makrokosmos‘ (Universum) schlossen die alten Chinesen auf den Mikrokosmos (Individuum) und dass auch hier die gleichen Gesetze gelten.

 

Das Grundprinzip ist die Balance von Yin und Yang. Ist der Mensch gesund, ist Yin und Yang ausgeglichen.

 

Die westliche evidenzbasierte Medizin, landläufig Schulmedizin genannt, hat die TCM bisher nicht in ihren Behandlungskanon aufgenommen. Das liegt aber vor allem daran, dass die Vorstellungen zur Entwicklung von Krankheitsbildern so sehr voneinander abweichen.

 

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat als supranationale Behörde dagegen die klassische TCM Akupunktur mit zahlreichen Anwendungsgebieten anerkannt. Diese Anerkennung bezieht sich allerdings nicht auf die anderen hier genannten TCM-Varianten, das ist von der WHO nicht untersucht worden. Hier muss man also sagen, dass für diese Methoden keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zur Wirkung und Wirksamkeit vorliegen.

 

                                                                                                   

  • Klassische Akupunktur und Moxibustion

Der Begriff Akupunktur setzt sich aus dem Lateinischen ‚acus‘ (Nadel) und ‚pungere‘ (Stechen) zusammen. Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode, die seit über 3.000 Jahren ein bewährtes Heilverfahren in der Chinesischen Medizin ist.

 

Nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin wird der Körper von Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, durchzogen. Eine Krankheit wird hier als Zeichen eines gestörten Energieflusses betrachtet. Die Balance von Yin und Yang im Körper ist die Voraussetzung für Gesundheit. Ist die Balance gestört, wird der Körper krank und kann die unterschiedlichsten Symptome zeigen.

 

Ziel der Akupunktur ist es, diese Störung bzw. Störungen zu lösen und nach Möglichkeit das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.

 

Die Akupunkturpunkte liegen auf den Meridianen und werden individuell aufgrund eines ausführlichen Erstgesprächs und der traditionellen Puls- und Zungendiagnose für die Behandlung ausgesucht.

 

Die klassische Akupunktur geht immer von einer individuellen Diagnostik aus, die den gesamten Menschen (Körper, Geist und Seele) betrachtet und so über die rein symptomatische Deutung des Beschwerdebildes hinausgeht. Denn auch wenn sich Hauptsymptome mehrerer PatientInnen ähneln können, sind deren Ursachen jedoch meist unterschiedlich.

 

Der Begriff der Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist relativ jung. Er wurde von Mao Tse-tung geprägt. Durch ihn wurde die ursprünglich klassische Akupunktur pragmatisch verflacht, damit eine breite Masse von Behandlern sie anwenden konnte und sie parteipolitisch unter Kontrolle/auf Kurs gehalten wurden.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte 2003 eine Indikationsliste für Akupunktur, auf der diese bei 28 Krankheitsbildern empfohlen wird.

 

Als anerkannte Indikation für eine Akupunkturbehandlung gelten auch chronische Schmerzen.

 

Als Teilbereich der Akupunktur wird die Moxibustion oft in Kombination angewandt. Der Begriff Moxibustion, kurz auch Moxa genannt, setzt sich aus dem Japanischen ‚mogusa‘ (Kraut) und dem Lateinischen ‚bustion‘ (Brennen) zusammen.

 

Bei der Behandlung mit Moxa wird ein bestimmter Körperbereich oder ein Akupunkturpunkt mit Hilfe von glimmendem Moxakraut (Beifuß - Artemisia vulgaris) erwärmt. Ziel dieser Behandlung zum Beispiel ist, Kälte und Feuchtigkeit aus betroffenen Meridianen zu vertreiben. Außerdem kann hiermit nach der TCM Lehre die Zirkulation von Qi (Energie) und Blut stimuliert werden.

 

Anwendung

 

Unabhängig vom ausführlichen Erstgespräch mit der Erstbehandlung beginnt jede Folgebehandlung mit einer kurzen Diagnoseerhebung. Darauf folgt die eigentliche Akupunktursitzung, sie dauert etwa 20 - 30 Minuten. 

 

Dabei liegen Sie ruhig und entspannt. Ich verwende sterile Einmal-Nadeln, die besonders dünn und fein sind und so gut wie schmerzfrei gesetzt werden können. Bei besonders sensiblen und/oder schwachen Patienten arbeite ich zum Teil auch nicht invasiv, d.h. ohne das Einstechen der Nadeln -hier kann der Akupunkturpunkt mit Goldkügelchen stimuliert werden.

 

Je nach Behandlungsziel werden Stahl-, Gold- oder Silbernadeln verwendet. Die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach der Diagnose, i. d. R. reichen ca. 10-15 Sitzungen.

 

 

  • Schröpfen

Schröpfen ist eine alte Technik, die das Ansetzen von Gläsern auf die Haut beinhaltet, die Luft absaugt und somit ein Vakuum erzeugt. Das darunterliegende Gewebe wird durch das Vakuum angehoben und angesaugt, teilweise in das Schröpfglas hinein.

 

Der Zweck des Schröpfens ist, die Zirkulation zu verbessern, helfen, Schmerzen zu lindern, "Hitze" zu entfernen und Toxine (Gifte) aus dem Körper zu ziehen.

 

Die Schröpfgläser verbleiben in der Regel für 5-20 Minuten an ihrem Platz. Durch das Schröpfen wird die Haut vorübergehend rot, blau oder lila, vor allem, wenn es eine energetische Blockade gab. Die Hautverfärbung kann von ein paar Tagen bis zu ein paar Wochen andauern.

 

Schröpfen gehört zu den Standarddisziplinen der Naturheilkunde und wird seit alters her in verschiedenen Kulturkreisen ausgeübt. Wie andere tradierte Naturheilverfahren ist das Schröpfen aber kaum durch wissenschaftliche Studien belegt. Hier fehlt wohl auch das Interesse an wissenschaftlicher Absicherung.

 

 

  • Chinesische Arzneimitteltherapie

Die Chinesische Arzneimittellehre (Kräutertherapie) verwendet meist Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Wurzeln und Rinden), aber auch Mineralien für die Heilung. Den angewandten Rezepturen der Chinesischen Kräutermedizin ist gemeinsam, dass sie zum Teil auf einen über 2000 Jahre alten Wissensschatz zurückblicken können.

 

Die Kräuter sind sehr spezifisch in ihren Wirkungen und besitzen vielfältige Qualitäten und Eigenschaften, die auf verschiedene Aspekte einer Krankheit abzielen. Jede Rezeptur wird speziell auf Ihre individuellen Bedürfnisse von mir erstellt und ggf. im Laufe der Behandlung modifiziert.

 

Kräuter kommen in vielen Formen vor, am beliebtesten sind Pillen und Tees. Sie nehmen die Kräuter in Absprache mit mir ein, diese werden in einer speziellen Apotheke hier in Berlin extra für Sie zusammengestellt und Ihnen auf Wunsch auch nach Hause geschickt.

 

Chinesische Arzneimittel müssen in Deutschland von den Apotheken, die sie abgeben, auf Qualität und Schadstoffbelastung überprüft werden. Somit gewährleistet die Apotheke Qualität und schließt Verunreinigungen aus. Die Kräuter sind getrennt von meinen Leistungen bei der Apotheke zu bezahlen, Sie erhalten die Rechnung zusammen mit den Kräutern.

 

Das ist eine ganz andere Arzneimittellehre als die westliche Pharmakologie. Hier steht die jahrtausendealte Erfahrung, nicht die Anerkennung durch wissenschaftliche Studien im Vordergrund. Hüten Sie sich vor Angeboten im Internet. Da wird unter TCM viel verkauft, was den Namen nicht verdient. Vor allem, die richtige Wahl verlangt sehr viel Erfahrung.

 

 

  • Chinesische Diätetik

Bei den (alten) Chinesen geht Gesundheit durch den Magen.

 

Die Chinesische Diätetik ist ein Bestandteil des ‚Yang Sheng‘ (Pflege des Lebens, Die Lebenskraft nähren). So dient das Essen nicht ausschließlich dem Genuss und Sattwerden, sondern auch der Gesundheit und natürlich dem Wohlbefinden.

 

Nach der Chinesischen Ernährungslehre ist Nahrung nicht nur Lebens- sondern auch Heilmittel, basierend auf einem ganzheitlichen Konzept: die Balance von Yin & Yang. Dabei ist sie eine sanfte und dabei direkte Behandlungsmethode, bei der Sie selbstwirksam tätig werden können.

 

Nach dem ausführlichen Erstgespräch erarbeite ich einen Behandlungsplan für Sie, woraus sich dann auch Tipps für eine zum Teil geänderte Ernährung ergeben können. Diese besprechen wir natürlich genau und schauen gemeinsam, was praktikabel ist und wie Sie direkt am Heilungsprozess mitwirken können.

 

Auch die Chinesische Diätetik oder Ernährungslehre hat noch keine Anerkennung durch valide wissenschaftliche Studien, aber die Akzeptanz in der Fachwelt wächst stetig.

 

 

  • Tuina

Tuina ist eine Massageform, die in der chinesischen Medizin Anwendung findet. Es handelt sich auch hierbei um eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Die Tuina gehört nicht in mein Therapiekonzept. Jedoch kann ich Ihnen bei Bedarf gerne einen erfahrenen Kollegen von mir empfehlen.

 

 

  • Anmeldung

Termine nur nach Vereinbarung. Bitte rufen Sie mich an oder nehmen Sie Kontakt per E-Mail mit mir auf.

 

Sollten Sie einen Termin absagen müssen, machen Sie dies bitte bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin. Andernfalls sind die Kosten in geltender Höhe für den ausgefallenen Termin von Ihnen zu tragen.

 

  • Behandlungskosten

 

Erstgespräch mit Erstbehandlung

(90 – 120 Minuten)

 

€ 80,-

Jede Folgebehandlung

(50 Minuten)

 

€ 60,-

Jede Folgebehandlung mit 8er-Karte

(50 Minuten)

 

€ 57,-

Jede Folgebehandlung mit 10er-Karte

(50 Minuten)

 

€ 55,-

 

Die Behandlungskosten werden jeweils unmittelbar im Anschluss an die Sitzung abgerechnet und sind zurzeit nur zahlbar in bar, Sie erhalten darüber natürlich eine Quittung. Eine Gesamtrechnung über die von Ihnen geleisteten Zahlungen erhalten Sie auf Wunsch monatlich oder quartalsweise. Auch für die Selbstzahler (Kassenpatienten) kann eine Rechnungslegung sinnvoll sein, da Sie diese Kosten ggf. steuerlich geltend machen können.

 

Als Heilpraktikerin rechne ich nicht über gesetzliche Krankenversicherungen ab, da diese die Heilpraktikerleistungen nicht anerkennen.

 

Eine Erstattung der Behandlungskosten durch private Krankenkassen/Beihilfe bzw. private Kranken-Zusatzversicherungen ist anteilig möglich. Bitte klären Sie dies vor Beginn der Behandlung mit Ihrer Versicherung. Sprechen Sie mich bei Schwierigkeiten mit der Finanzierung der Therapie bitte darauf an. Wir finden meistens eine Lösung.

 

Gesundheitskosten (Heilpraktikerin, Arzneimittel, Anreise, etc.) können steuerlich geltend gemacht werden.

 

Die Preise gelten bis einschließlich 12/2017

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(Foto: ©Simone Gliffe "Akupunkturmodel")